So richtig Neues gibt es gar nicht zu berichten, alle drei sind wohlauf.
Wie immer im Herbst beginnt bei unseren Damen die Mauser. Charlotte hat wieder einmal voll gemausert und ist wieder wunderschön. Franzi ist sich noch nicht sicher, ob sie fertig ist oder nicht. Sie schläft ziemlich viel und ist dauernd in Kuschelelaune, aber sonst geht es ihr gut. Rosalie hat ihre Kurzmauser durchgezogen und legt seit einem Monat wieder ganz tolle Eier.
Schnee und Kälte sind nicht wirklich ihr Ding, sie sind eher verschlafen und treiben sich unter den Büschen herum. Sobald die Sonne scheint, legen sie sich sofort wieder auf die Terrasse und sonnen sich. Die Tage werden wieder länger und vielleicht kommt ja bald der Frühling.
Ein Paar Bilder:
Charlotte in der Mauser, Joghurt im Kamm aber trotzdem noch den Model blick
Die Terrassentüre wird belagert, es könnte ja doch noch was zu futtern geben.
So Zweisamkeit sieht man bei den beiden selten
Die stolze Rosalie und ihre super Eier:
Leider gibt es wieder einmal etwas Trauriges zu berichten.
Annabelle hat Mitte August plötzlich angefangen, etwas breitbeinig zu laufen, und auch nur noch selektiv zu fressen. Sie hatte schon immer einen etwas dickeren Bauch, aber er schien zu wachsen und sie zu behindern. Irgendwie hatten wir die Hoffnung, dass nur etwas feststeckt und einfach herauskommt, dass hatten wir bei anderen auch schon. Aber sie wurde immer schwächer. Ich war dann mit ihr bei der Tierärztin, die sie geröntgt hat. Auf dem Bild konnte man sehen, dass es kein Ei oder Ähnliches war, sondern sehr wahrscheinlich ein Tumor, der angefangen hatte, auf den Magen zu drücken. Wir haben noch versucht, sie mit Medikamenten zu behandeln, in der Hoffnung, dass der Tumor zurückgeht. Leider alles vergeblich. Am Wochenende hat sie dann komplett das Fressen eingestellt.
Am Montag, dem 1. September, war ich dann schweren Herzens wieder bei der Tierärztin, und sie wurde erlöst.
Sie war ein ungewöhnlich zutrauliches Huhn. Wenn sie mich auf der Terrasse sitzen sah, kam sie einfach angelaufen, sprang auf die Bank und dann auf meinen Schoß, um mir etwas zu erzählen, was ich aber leider nie verstanden habe.
Wir sind alle vier topfit und endlich ist es wieder Frühling. Es ist nicht mehr so kalt und alle Bäume haben wieder Blätter, sodass die Habichtgefahr wieder viel geringer ist.
Franzi ist jetzt ungefähr zwei Jahre alt und hat zum ersten Mal mit dem Mausern angefangen. Sie weiß gar nicht so recht, was mit ihr geschieht, und wird immer zutraulicher. Im Garten gibt es wieder Gras und Unmengen an Tierchen zum Futtern – was will das Huhn mehr!
Aber seht selbst:
Endlich wieder Sonnenbaden
Franzies pinselchen sind lauter neue Federn
Franzi in Kuschellaune
Rosalie, auch im Topf muss was zum futtern sein
Charlotte - wenn die anderen auf dem Schoss sitzen will ich das auch!
Hey da gibt's was zu futtern - nichts wie hin!
Bei uns ist immer noch alles in Ordnung, bis auf die Tatsache, dass bei Charlotte die Mauser schon voll eingesetzt hat und sie mega frustriert ist.
Ein wunderschönes Huhn
Alle ausgefallen
Frustriert!
Ja, das ist dasselbe Huhn . Aber keine Angst, das ist ganz normal, einmal im Jahr wird ein Teil des Gefieders gewechselt und die Federchen wachsen bei ihr auch schon wieder.
Franzi neugierig und verfressen wie immer .
Rosalie ist im Moment ein bisschen schüchtern, wenn es ums Fotografieren geht, aber auch ihr geht es super!
Nachdem Charlotte ein Vierteljahr allein war, wurden wir immer unsicherer, ob es ihr wirklich gut ging. Trotz intensiver Beschäftigung mit ihr können wir natürlich keinen Ersatz für eine Herde bieten.
Ein Versuch mit einem "Gasthuhn" ging völlig in die Hose - Charlotte war unglaublich aggressiv und jagte das arme neue Huhn ständig durch den Garten.
Was also tun? Ein 4 Jahre altes Huhn wegzugeben, das leider auch keine vernünftigen Eier mehr legt und sich wahrscheinlich auch nicht mit den anderen Hühnern verträgt, macht nicht wirklich Sinn. Also haben wir uns nach vielem hin und her doch wieder für ein paar Hühner entschieden.
In einer Anzeige haben wir ein Angebot für 11 Monate alte Hühner aus einem Hühnerwagen gefunden und zugeschlagen. Jetzt haben wir wieder 3 süße neue Damen, die unseren Garten unsicher machen.
Darf ich vorstellen:
Annabelle (muss noch an Ihrem Dekoltee abreiten ):
Franziska:
Rosalie:
Unsere größten Befürchtungen, dass Charlotte sie nicht akzeptieren wird und es wieder Streit geben würde, haben sich nicht bewahrheitet. Sie hat Annabelle gleich am ersten Tag klargemacht, dass sie die Chefin ist und die Sache war geregelt; jetzt sind sie wieder eine kleine Herde!
Diesmal war es nicht der Habicht und Agathe starb mehr oder weniger eines natürlichen Todes.
Ende letzten Jahres ist mir aufgefallen, dass ihr linkes Auge oft geschlossen war und sie etwas tapsig durch die Gegend lief, aber ich habe mir nicht viel dabei gedacht, weil das Auge eigentlich ganz normal aussah.
Sie fing an immer öfter im Stall zu bleiben und wenn sie rauskam, war sie unsicher die Treppe hinunter zu gehen und dann schnell zu den Magnolien um darunter zu schlafen. Sie ist dann relativ früh wieder in den Stall gegangen und hat dort weiter geschlafen. Langsam haben wir gemerkt, was los ist - sie hat immer mehr ihr Augenlicht verloren.
Auch im Stall konnte sie ihr Futter/Wasser immer schlechter finden. Ich habe sie jeden Morgen aus dem Stall geholt und auf meinen Schoß gesetzt. Mit einer kleinen Schüssel Joghurt, Vitaminen und Haferflocken versuchte ich sie wieder aufzupeppeln, aber selbst diese Schüssel hat sie nicht mehr gesehen oder gefunden, obwohl ich sie ihr direkt unter den Schabel gehalten habe. Auch hier schlief sie sofort wieder ein.
Irgendwann konnte sie den Stall gar nicht mehr verlassen, weil sie einfach nichts mehr sah, sie hat 90% geschlafen und irgendwie versucht im Stall die Schüssel mit dem Futter zu finden, was ihr aber immer schwerer fiel. Es kam der Moment, als es einfach nicht mehr ging. Ich bin mit ihr mitte Januar zur Tierärztin gefahren, um sie einschläfern zu lassen. Es war schrecklich, aber sie wäre verhungert.
Sie ist immerhin 6 Jahre alt geworden, was für ein Huhn ihrer Rasse sehr alt ist.
Das war sie noch im August:
Jetzt ist nur noch Charlotte übrig, mit der wir uns mich jetzt oft beschäftigen, da sie ja sonst niemanden mehr hat.